Richtige WIEDER_gabe setzt NULL technisch bedingte Abweichung voraus
– wie in der Natur
Aus der natürlichen Plausibilitätsprüfung unseres Hörinstinkts
folgt eine simple technische Konsequenz:
Wenn unser Hörinstinkt die zeitlichen und räumlichen Beziehungen
des erzeugten Schalls auf ihre natürliche Plausibilität prüft,
dürfen diese Beziehungen durch die Wiedergabetechnik nicht
zusätzlich verändert werden.
Und genau hier beginnt das eigentliche HiFi-Problem:
HiFi scheitert schon an der natürlichen NULL-Abweichung.
Also an NULL technisch verursachter Abweichung –
vor, während und nach jedem Ereignis.
Natürliche NULL-Abweichung ist das Ziel
Damit ist weder absolute Schalllosigkeit noch der mechanische Stillstand
der Membran zwischen jedem Musikimpuls gemeint.
Gemeint ist:
NULL Abweichung zwischen der Membranbewegung,
die zur Reproduktion des ursprünglichen Musikereignisses erforderlich ist,
und der Membranbewegung,
die tatsächlich stattfindet
Solange beide übereinstimmen,
ist die Abweichung NULL.
Sobald technisch verursachte Energie
die Membran zusätzlich beschleunigt, abbremst oder auslenkt,
ist die Abweichung nicht mehr NULL.
Warum bei HiFi die NULL verloren geht
Zwischen dem ursprünglichen Musikereignis
und der Bewegung der Lautsprechermembranen
liegt keine ideale Übertragung.
Dazwischen arbeitet eine reale technische Kette.
Strom fließt durch Bauteile.
Magnetfelder entstehen und verändern sich.
Netzteile liefern Energie.
Bauteile und Gehäuse werden mechanisch angeregt.
Lautsprecher erzeugen Kräfte – und reagieren selbst auf Kräfte.
Und sämtliche Stufen beeinflussen die jeweils folgenden.
Das alles ist zunächst völlig normale Physik.
Das Problem beginnt dort,
wo Auswirkungen dieser technischen Vorgänge
die Bewegung der Lautsprechermembranen zusätzlich mitbestimmen.
Denn die Membran kennt keinen Unterschied zwischen
der Bewegung, die zur Reproduktion des ursprünglichen Musikereignisses erforderlich ist,
und einer Bewegung,
die zusätzlich durch die Wiedergabetechnik verursacht wird.
Die Membran unterscheidet nicht.
Sie bewegt sich.
Und jede zusätzliche oder veränderte Bewegung
verändert den erzeugten Schall.
Genau damit ist die natürliche NULL verloren:
Die tatsächlich stattfindende Membranbewegung
entspricht nicht mehr ausschließlich derjenigen,
die zur Reproduktion des ursprünglichen Musikereignisses
erforderlich ist.
Und genau diese Abweichung wird zu Schall
oder verändert ihn.
Denn jede technisch mitverursachte Abweichung der Membranbewegung
wirkt sich auf den neu erzeugten Schall aus.
Unser Hörinstinkt kann nicht unterscheiden,
welcher Anteil davon zum ursprünglichen Musikereignis gehört –
und welcher erst durch die Wiedergabetechnik entstanden ist.
Er hört beides zusammen.
Und beurteilt beides zusammen
mit demselben natürlichen Maßstab.
Damit verändert technisch verursachte Membranabweichung nicht einfach nur „den Klang“.
Sie verändert genau den Schall,
aus dessen zeitlichen und räumlichen Beziehungen zueinander
unser Hörinstinkt
ganz normal
den Ereignisraum rekonstruiert.
Die technische Abweichung bleibt deshalb nicht technisch.
Sie landet in unserer Wahrnehmung.