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        HiFi mehr RICHTIGES beibringen  

Der 343-m/s-Zollstock im Kopf


Wie Homo sapiens das ECHT erkennt?

Und warum HiFi bis heute vor allem sich selbst bemisst – 

statt das ECHT zu verifizieren.


HiFi setzt seine Messergebnisse gerne mit der späteren Qualität unserer Wahrnehmung gleich.


Und genau dort beginnt der Denkfehler:


Messwerte beschreiben Technik.
Unser Gehör beurteilt den entstandenen Schall.


Das ist nicht dasselbe.


Denn Homo sapiens besitzt längst einen eigenen Maßstab.

Sämtlicher natürlicher Schall,
der unser Gehör seit unserer Geburt erreicht,
war zuvor mit rund 343 m/s unterwegs.


Jeder Schall eines Ereignisses.
Jede Reflexion.
Jeder zusätzliche Schallweg 


über Wände, Decken, Böden, Bäume, Menschen und Gegenstände.


Immer entstanden dabei zeitliche Beziehungen.


Zwischen früher und später.
Zwischen Direktschall und Reflexionen.
Zwischen dem Schall verschiedener Ereignisse.


Und zwischen dem Schall,
der unser linkes und rechtes Ohr erreicht.


Unser Hörinstinkt erlebt diese Zusammenhänge nicht gelegentlich.


Sondern seit unserer Geburt.
24/7.
Milliardenfach.



Genau daraus entsteht der virtuelle 343-m/s-Zollstock im Kopf.

Natürlich trägt unser Gehirn keinen Zollstock.
Und es rechnet auch nicht bewusst mit 343 m/s.


Aber unser Hörsystem kennt die räumlichen Auswirkungen der endlichen Schallgeschwindigkeit aus lebenslanger Erfahrung.


Es kennt plausible zeitliche Beziehungen.
Es kennt plausible Richtungen.
Es kennt plausible Entfernungen.
Es kennt plausible Reflexionen.
Und daraus:
plausible Ereignisräume.


Genau diese, unsere  lebenslang erlernte Normalität ist der Maßstab,
an dem unser Hörinstinkt eintreffenden Schall automatisch prüft.


Nicht auf SCHÖN.
Nicht auf teuer.
Nicht auf High-End.
Sondern auf räumliche Plausibilität.


Auf:
ECHT.



Dafür hat Homo sapiens zwei Ohren.

Unser Hörinstinkt beurteilt keine glatten Frequenzgänge.
Er muss zunächst erkennen,
WO etwas passiert.
Denn Ereignisse um uns herum können bedeutungslos sein.
Oder Nahrung bedeuten.
Oder Gefahr.
Und dafür ist entscheidend,
wo sich die Schallursache befindet,
wie weit sie entfernt ist
und was sich in unserer Umgebung bewegt.


Ein Ohr kann bereits Informationen über einen Schall liefern.
Doch unsere präzise räumliche Wahrnehmung lebt wesentlich von zwei Ohren.

Denn derselbe Schall erreicht beide Ohren nicht vollkommen gleich.
Es entstehen Unterschiede in Zeit, Pegel und spektraler Zusammensetzung.


Zusammen mit Direktschall, Reflexionen und weiteren räumlichen Hinweisen
entsteht daraus unsere Wahrnehmung des Ereignisraums.


Wir müssen darüber nicht nachdenken.
Unser Hörsystem macht es automatisch.
Im Wald.
Auf der Straße.
In einem Wohnzimmer.
Oder in einer Philharmonie.



Und genau hier bekommt HiFi ein grundsätzliches Problem.


HiFi bemisst technische Eigenschaften.

Frequenzgänge. Verzerrungen. Rauschen. Kanaltrennung. Pegel. Phasenverhalten.
Alles davon kann wichtig sein.
Aber auch diese Messwerte beantworten nicht die entscheidende Wahrnehmungsfrage:



Ist aus dem reproduzierten Schall
wieder ein räumlich glaubwürdiges musikalisches Ereignis geworden?


Denn unser Hörinstinkt zerlegt das Gehörte nicht wieder in die Einzelmessungen der HiFi-Technik.


Er bekommt am Ende nur eines geliefert:


Schall.


Und diesen Schall beurteilt er mit demselben Hörsystem,
mit dem Homo sapiens sein ganzes Leben lang natürliche Ereignisse wahrgenommen hat.


Unser Gehör besitzt keinen HiFi-Maßstab.

Es kennt nicht den Preis des Verstärkers.
Es kennt nicht den Frequenzgang des Lautsprechers.
Es kennt nicht den Testbericht.
Und es weiß auch nicht,
dass der Schall gerade aus zwei Lautsprechermembranen kommt.


Es bekommt Schall.
Und prüft dessen räumliche Beziehungen
mit seiner lebenslang erlernten Erfahrung.


Genau deshalb genügt es nicht,
dass HiFi einzelne technische Eigenschaften immer perfekter macht.
Denn richtige WIEDER_gabe verlangt,
dass im neu erzeugten Schall
die entscheidenden zeitlichen und räumlichen Beziehungen
des ursprünglichen musikalischen Ereignisses
wieder wahrnehmbar werden.



Und genau hier schließt sich der Kreis zu den 343 m/s.

Im ursprünglichen musikalischen Ereignisraum
entstanden sämtliche natürlichen Schallbeziehungen
unter derselben physikalischen Voraussetzung:
Schall brauchte Zeit.
Seine Ausbreitung war endlich.
Rund 343 m/s.
Dadurch entstanden jene zeitlichen und räumlichen Beziehungen,
aus denen unser Hörsystem
Richtung, Entfernung, Reflexionen und Ereignisraum wahrnehmen konnte.


WIEDER_gabe muss deshalb nicht einfach nur wieder Schall erzeugen.
Das kann jeder Lautsprecher.


Sie muss die Auswirkungen dieser ursprünglichen zeitlichen Beziehungen
im neu erzeugten Schall
WIEDER wahrnehmbar machen.



Das ist der FATAL_ERROR im üblichen HiFi-Denken.

HiFi bemisst die Technik
mit ihren technischen Maßstäben.


Unser Hörinstinkt beurteilt dagegen den entstandenen Schall
mit seinem lebenslang erlernten Maßstab.


Und dieser Maßstab verschwindet nicht,
nur weil vor uns zwei Lautsprecher stehen.


Sind die zeitlichen und räumlichen Beziehungen des erzeugten Schalls unplausibel,
schaltet unser Gehör nicht auf HiFi um.
Es erkennt:
Hier stimmt etwas nicht.


Denn wir hören mit denselben Ohren.
Mit demselben Gehör.
Mit derselben biologischen Wahrnehmung.
Und mit derselben Physik,
die unser räumliches Hören ein Leben lang geprägt hat.
343 m/s.


HiFi hat seine eigenen Maßstäbe erfunden. 


Unser Hörinstinkt kennt diese natürlich nicht.


Er erwartet einfach nur das WIEDER, 

was er ein Leben lang 


zu hören gewohnt ist.

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