Echte WIEDER_gabe braucht den vollständigen Ereignisraum
Die lauten Instrumente hören wir
mit nahezu jeder HiFi-Anlage.
Doch ein wirkliches Musikereignis
besteht nicht nur aus dem,
was laut und deutlich im Vordergrund spielt.
Auch die entferntesten Ereignisse erzeugen Schall.
Auch die kleinsten.
Auch die feinsten.
Direktschall. Reflexionen. Seitlich abgestrahlter Schall.
Alles erreicht unsere Ohren
in zeitlichen und räumlichen Beziehungen zueinander.
Und genau dieses Zueinander
macht aus vielen einzelnen Schallereignissen
einen vollständigen Ereignisraum.
Genau so hören wir schon
unser ganzes Leben lang.
Unser natürlicher Hörinstinkt zerlegt die Wirklichkeit
nicht in einzelne Schallquellen.
Er nimmt nicht nur einzelne Ereignisse wahr,
sondern immer auch ihre Beziehungen zueinander
im gemeinsamen Ereignisraum.
Das ist kein besonderer HiFi- Effekt.
Das ist das ganz normale und natürliche Hören.
Werden feine Schallanteile verdeckt, verändert oder unkenntlich,
verschwindet deshalb nicht unbedingt die Musik.
Der Sänger singt weiterhin.
Die Geige spielt weiterhin.
Die Pauke schlägt weiterhin.
Aber vom ursprünglichen Ereignisraum
geht etwas verloren.
Denn unser Hörinstinkt hört nicht einfach einzelne Instrumente.
Er erlebt ihr Zueinander.
Ihre Richtungen.
Ihre Entfernungen.
Ihre Reflexionen.
Ihren gemeinsamen Raum.
Dabei ist MEHR Raum nicht automatisch RICHTIGER Raum.
Nicht möglichst viel Raum ist das Ziel.
Sondern möglichst viel RICHTIG
vom ursprünglichen Ereignisraum.
Denn wir wollen nicht einfach
mehr Details der Musik hören.
Wir wollen sämtliche Einzelereignisse WIEDER erleben,
aus denen unser Gehör
das musikalische Gesamtereignis rekonstruiert.
Genau so, wie wir natürlich hören.