Josch-Audio     
   Damit auch Homo sapiens in voller Bandbreite funktioniert   

Wiedergabe ist eine Rechenaufgabe
– und keine Frage von „schöner“ oder „gefälliger“



Sie ist eine Rechenaufgabe

Denn Hören funktioniert wie eine Rechenaufgabe.


Das klingt zunächst kompliziert, passiert aber dank unserer Evolutionsgeschichte vollkommen automatisch – mit richtigem Ergebnis.


Unser Gehirn verarbeitet unzählige einzelne Schallportionen zugleich, die uns aus verschiedenen Richtungen, Entfernungen und Ereignissen gleichzeitig erreichen.


(Es empfängt gleichzeitig unzählige Schallereignisse – und verarbeitet sie anschließend ebenfalls gleichzeitig.)


Diese Schallenergie bewegt sich mit etwa 343 m/s durch die Luft und trifft nach ihren jeweiligen Laufzeiten, Reflexionen und Raumbeeinflussungen auf unsere Trommelfelle.


Tausende Energieportionen erreichen uns so im selben Augenblick.


Jede besitzt ihren eigenen zeitlichen Verlauf, ihre eigene Dauer, ihre eigene Richtung und ihre eigene Energie.


Und genau diese zeitlichen Beziehungen betrommeln unsere Trommelfelle gleichzeitig – aber differenziert wahrnehmbar.




Dann geschieht das Wunder der Evolution


Aus diesen Zeitbeziehungen rekonstruiert unser Gehirn fortlaufend und intuitiv:

  • Richtung
  • Entfernung
  • Bewegung
  • Raumgröße
  • EreignisseZu den Hausaufgaben
  • Glaubwürdigkeit



Genau dazu

besitzen wir überhaupt einen Gehörsinn.


Nur deshalb

besitzen wir zwei Ohren.




Die eigentliche Aufgabe von HiFi

Die eigentliche Aufgabe von HiFi müsste deshalb sein, diese zeitlichen Beziehungen und Schallportionen im Hörraum möglichst glaubwürdig wiederherzustellen.


Nicht schöner.
Nicht spektakulärer.
Nicht beeindruckender.
Sondern richtiger.




Wie viel „Echt“ ist notwendig?

Natürlich könnte man darüber diskutieren, welcher Grad an räumlicher Übereinstimmung notwendig wäre, um ein echt wirkendes Ereignis wahrnehmen zu können.


Genügt ein durchschnittlich kohärent wirkendes Klangbild irgendeines Konzertsaals?


Oder sollte die Raumwiedergabe so präzise sein, dass man unterscheiden kann, ob eine Aufnahme in der Royal Albert Hall, 

der Wiener Staatsoper oder der Elbphilharmonie entstanden ist?


Über diese Notwendigkeit für das „Echt“ könnte man vielleicht noch streiten.
Wenn sie der HiFi-Industrie regelmäßig gelingen würde.


Fakt ist jedoch:
Das gelingt ihr nicht annähernd zuverlässig.




Worüber man kaum streiten kann

ist die Bedeutung der Zeitbeziehungen im Schall.


Denn ohne sie könnten wir weder Entfernungen noch Bewegungen noch Ereignisse zuverlässig erkennen.


Ohne sie hätten wir die Evolution vermutlich nicht überlebt.


Genau deshalb erscheint es bemerkenswert, dass die zeitliche Struktur des Schalls eines ursprünglichen Ereignisraums in den üblichen HiFi-Diskussionen bis heute behandelt wird, als wäre sie eine zufällige Nebensache.




Das eigentliche Problem

Das Problem in der heutigen Zeit: 


Es denken nur noch wenige selbst nach.
Stattdessen verlässt man sich auf andere.


Und auf wen?


Auf  Verkaufsspezialisten.



Fakt ist:

Das Gehör des Homo sapiens basiert auf zeitlicher Beziehungserkennung von Schallenergie.



Und logisch wäre demnach:


Dass eine HiFi-Anlage den Trommelfellen im Hörraum  wieder Schall mit wahrnehmbaren Zeitstrukturen zur Auswertung wieder anbieten würde.


Denn dann - und NUR dann - hätte die Wiedergabe überhaupt erst eine Chance, als Wiederholung eines ursprünglichen Ereignisses erkannt zu werden.




Das ist keine neue Theorie

Das Interessanteste daran:


Ich beschriebe nichts, was die Natur nicht längst macht.


Ich beschreibe lediglich, dass unser Gehör aufgrund seiner Evolutionsgeschichte Räume, Entfernungen, Bewegungen und Ereignisse auswertet.


(Das ist wissenschaftlich unstrittig.)


Denn Richtung, Entfernung, Bewegung, Raum und Ereignisse entstehen nicht durch Einbildung oder Tricks.


Sie entstehen aus den zeitlichen Beziehungen der Schallenergie, die unsere Ohren erreichen.


Oder anders gesagt:


Raum entsteht für unser Gehirn aus Schall, Laufzeiten und deren Beziehungen zueinander.


(Und auch das ist naturbiologisch unstrittig.)



Noch einmal zur Erinnerung:

Ich beschreibe hier keine neue Theorie.


Sondern lediglich das Naturprinzip,
auf dem unser Hören ohnehin beruht.


Und das Erstaunliche daran ist:


Wenn man darüber nachdenkt,
ist es logisch.




Hausaufgaben

Bevor man Geräte für Empfänger baut,
dann sollte man in drei Punkten sicher sein:


A: Wie die Empfänger funktionieren.
B: Wie die Daten die Empfänger erreichen. 

C: Wozu die empfangenen Daten überhaupt benötigt werden.



Die Gedanken sind frei.




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