Josch-Audio             
  Damit  AUCH  Homo sapiens in  VOLLER  BANDBREITE  funktioniert  ;-)  

Hören ist eine Rechenaufgabe

HiFi ist keine Frage von „schöner“ oder „gefälliger“


Schon eine gefühlte Ewigkeit versucht sich die HiFi-Welt im Tuning. 

Die Ergebnisse auf der Skala des Erfolgs reichen meist von enttäuschend bis ordentlich.


Diese Seite zeigt Euch etwas viel Grundsätzlicheres:

Warum Menschmaschinen in der Natur überhaupt funktionieren.



Hören ist eine biologische Rechenaufgabe

Dass Hören eine biologische Rechenaufgabe ist, 

klingt zunächst kompliziert. Ist es aber nicht.


Denn unser Gehirn löst diese Aufgabe seit Jahrmillionen vollkommen automatisch – 

und meist mit erstaunlich zuverlässigem Ergebnis.


Unser Gehirn verarbeitet gleichzeitig unzählige Schallereignisse, 
die uns aus 

unterschiedlichen Richtungen, Entfernungen und Situationen erreichen.


Diese Schallenergie bewegt sich mit 

ca 343 m/s durch die Luft.


Nach ihren jeweiligen Laufzeiten, Reflexionen und Raumbeeinflussungen

treffen unzählige Schallenergieportionen verschiedenster Ereignisse 

auf unsere Trommelfelle.


Jede einzelne besitzt:


  • ihre eigene Herkunft
  • ihre eigene Richtung
  • ihre eigene Entfernung
  • ihre eigene Dauer
  • ihre eigene Energie


Und genau diese hochkomplexen zeitlichen Beziehungen 

betrommeln unsere Trommelfelle gleichzeitig – 

aber dennoch differenziert wahrnehmbar.




Dann beginnt die eigentliche biologische Rechenleistung.

Unser Gehirn bewertet diese Schallenergieportionen nicht isoliert voneinander.


Es bewertet fortlaufend das zeitliche Zueinander dieser Ereignisse,
um daraus Bewegungen und Veränderungen zu erkennen.




Die eigentliche Rechenaufgabe 

Unser Gehörsinn fragt ununterbrochen:


  • Welche Energie kam früher?
  • Welche später?
  • Welche näher?
  • Welche von weiter entfernt?
  • Welche bewegen sich?
  • Welche gehört zum selben Ereignis?


Aus diesen Zeitbeziehungen rekonstruiert unser Gehirn fortlaufend und intuitiv unsere Umgebung.


  • Richtung
  • Entfernung
  • Bewegung
  • Raumgröße
  • Ereignisse
  • deren Plausibilität und Glaubwürdigkeit


Genau dafür besitzen wir überhaupt einen Gehörsinn.

Und genau deshalb besitzen wir zwei Ohren.



Der eigentliche Zweck des Hörens 

Wir hören Schall nicht als Selbstzweck.

Wir nutzen Schall zur Verortung, 

um auf seine Ursachen zu schließen.


  • Wo ist das Ereignis?
  • Wo passiert etwas?
  • Bewegt es sich? 
  • Und wenn ja,  wohin?  



Obwohl unsere Trommelfelle gleichzeitig von unzähligen Schallenergieportionen 

verschiedenster Ereignisse erreicht werden, 


kann unser Gehirn deren Ursachen 
im 

wahrnehmbaren Raum voneinander unterscheiden 
und präzise verorten.


Intuitiv.


Vollautomatisch.


Je glaubwürdiger die Beziehungen des Schalls zueinander erhalten bleiben, 

desto glaubwürdiger kann unser Gehirn die Ereignisse ihrer Entstehung 
rekonstruieren.



Der natürliche Maßstab

Die Basis unserer räumlichen Hörinformationen sind die Laufzeiten des Schalls.
Diese entstehen durch die Schallgeschwindigkeit von etwa 343 m/s.
Auf ihnen beruht unsere räumliche Orientierung.



Die biologische Kette des Hörens

Schallgeschwindigkeit


Laufzeiten

Zeitbeziehungen

Entfernung

Raum

Ereignis

Plausibilität und Glaubwürdigkeit


Aber nur,
wenn das Zueinander der Schallenergie plausibel und kohärent bleibt.
Jede Entfernung eines Ereignisses erzeugt individuelle Laufzeiten.
Jede Laufzeit erzeugt andere Beziehungen.
Wenn wir verschiedene Ereignisse gleichzeitig hören,
errechnet unser Gehör deren Zueinander
und rekonstruiert daraus unsere Umgebung als räumliche Wirklichkeit hinter dem Schall.



Worüber man nicht streiten braucht

  • Schall benötigt Zeit bis zu unseren Ohren.
  • Das Gehirn nutzt diese Zeitinformationen zur Orientierung.
  • Richtung, Entfernung, Bewegung und Räume werden aus den Beziehungen der Schallereignisse rekonstruiert.
  • Genau deshalb besitzen wir überhaupt einen Gehörsinn.


Diese Zusammenhänge sind keine HiFi-Theorie.
Sie gehören zur biologischen Funktionsweise des Homo sapiens.


Ohne die Zeitbeziehungen im Schall könnten wir in der Natur 

weder Entfernungen noch Bewegungen noch Ereignisse zuverlässig erkennen.
Und ohne diese Fähigkeit hätten wir die Evolution vermutlich nicht überlebt.
Unsere hörbare Zeitwahrnehmung ist keine erfundene Theorie.
Sie ist eine Hauptaufgabe unseres Gehörsinns.




Die eigentliche Frage

Wenn unser Gehör auf diesen Informationen beruht:


Warum werden 
in HiFi vor allem 

Frequenzgänge, Tonalitäten, Klirrfaktoren und Klangfarben diskutiert –


und fast überhaupt nicht 

die Erhaltung der zeitlichen Beziehungen des Schalls?




Die eigentliche Aufgabe von HiFi

Wenn Hören auf dieser biologischen Rechenaufgabe beruht, 

dann müsste die logische Aufgabe von HiFi sein:


Den Trommelfellen im Hörraum wieder möglichst 

dieselben Beziehungen wahrnehmbar anzubieten,

die im ursprünglichen Ereignisraum vorhanden waren.


Nicht schöner.
Nicht spektakulärer.
Nicht beeindruckender.
Sondern richtiger.


Denn wir hören Schall nicht als Selbstzweck.


Wir nutzen Schall,
um auf seinen ursächlichen Ereignisort zu schließen.




Wie viel „Echt“ ist notwendig?


Natürlich könnte man darüber diskutieren,
welcher Grad an Übereinstimmung erforderlich wäre,
damit ein Ereignis für uns echt wirkt.


Genügt ein durchschnittlich kohärent wirkendes Klangbild 

irgendeines anonymen Konzertsaals?


Oder sollte die Wiedergabe so präzise sein,
dass wir unterscheiden können,


ob eine Aufnahme in der Royal Albert Hall, 

der Wiener Staatsoper oder der Elbphilharmonie entstanden ist?


Doch diese Diskussion beginnt erst nach der eigentlichen Frage:

Bleiben die entscheidenden Zeitbeziehungen 

überhaupt ausreichend erhalten?




Meine Schlussfolgerung

Nach über 35 Jahren eigener Experimente halte ich genau dort die 

größte ungenutzte Stellschraube für glaubwürdige Raum- und Ereigniswiedergabe.


Deshalb beschäftigen sich meine Konstruktionen 

letztlich alle mit einer einzigen Frage:



Am Ende bleibt nur eine einzige Frage

Wie ausschließlich richtig 
impulsieren die Membranen?



Denn die Bewegung der Membranen erzeugt den Schall,
aus dem unser Gehirn später wieder
Räume,
Entfernungen,
Bewegungen
und Ereignisse rekonstruiert.




Die Hausaufgaben

Bevor man Geräte für Empfänger baut,
sollte man drei Punkte verstanden haben:


A: Wie die Empfänger funktionieren.
B: Wie die Daten die Empfänger erreichen.
C: Wozu die empfangenen Daten überhaupt benötigt werden.


Denn dieses biologische Lastenheft existiert bereits.

Seit Hunderttausenden von Jahren.


Deine Gedanken?


– sind frei.



Und wie bei allen Messinstrumenten notwendig 

erfolgt vor einer Messung die Eichung des Systems:

NULL-Reset – zum Echt der Ereignisse



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