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Mein Wendepunkt

Warum ich HiFi heute anders betrachte


Über 30 Jahre lang hat mich ein Gedanke begleitet:
Wir werten letztlich nur Schall aus.
Mehr nicht.


Alles, was wir über Richtung, Entfernung, Bewegung,
Räume und Ereignisse so selbstverständlich erkennen...
all das muss uns zuerst über Schall erreicht haben.
Und alles, was unser Gehirn daraus rekonstruieren kann, 

muss zuvor im Schall selbst enthalten gewesen sein.


Heute erscheint mir das selbstverständlich.
Damals war es das nicht.


Also tat ich das, was viele HiFi-Freunde tun:
Ich las Fachzeitschriften. Testberichte.
Herstellerinformationen. Technische Erklärungen.
Und hoffte dort die Antwort zu finden.
Vergeblich. Jedenfalls für mich.


Denn rückblickend habe ich vor allem konsumiert.


  • Neue Geräte.
  • Neue Konzepte.
  • Neue Versprechen.



Aber die eigentliche Frage blieb unbeantwortet:
Wie funktioniert natürliches Hören überhaupt?




Der vergessene Ausgangspunkt

Das war früher überlebenswichtig. Als Homo sapiens 

noch jagen musste. Und noch wichtiger, wenn er selbst gejagt wurde.


Unser Gehör diente dazu,
sich ein möglichst 

zuverlässiges Lagebild der Umgebung zu verschaffen.


  • Was passiert dort?
  • Wo passiert es?
  • Wie weit entfernt?
  • Bewegt es sich? Kommt es näher? Entfernt es sich?



Wer diese Fragen falsch beantwortete,
hatte ein Problem.


Die Evolution entwickelte unseren Gehörsinn nicht für HiFi. 

Nicht für Frequenzgänge. Nicht für Klangfarben. Nicht für Marketingbegriffe.
Sondern für die möglichst zuverlässige Erkennung realer Ereignisse.




Dasselbe Hörprinzip gilt noch heute

Unsere Biologie hat sich nicht geändert.
Unser Gehör arbeitet noch immer nach demselben Grundprinzip.
Schall erreicht unsere Ohren.
Und unser Gehirn versucht daraus zu rekonstruieren,
was in unserer Umgebung passiert.
Das tut es heute genauso wie vor tausenden Jahren.


Der entscheidende Punkt dabei: Schall braucht Zeit.


Deshalb hören wir niemals den Moment der Entstehung.
Wir hören immer die Vergangenheit.
Genauer gesagt:
Die zeitverzögerten Folgen realer Ereignisse.


Und genau daraus rekonstruiert unser Gehirn anschließend 

seine Wirklichkeit: Richtung. Entfernung. Bewegung. Räume. 
Ereignisse.




Die größte Erkenntnis

Im Nachhinein bedeutet das für mich etwas sehr Grundsätzliches:
Jeder Mensch besitzt bereits einen absoluten Vergleichsmaßstab.


Die Natur.


Nicht für ein paar Stunden. Nicht für ein Wochenende.
Nicht für die Dauer einer HiFi-Messe. 

Sondern sein gesamtes Leben lang. 

24 Stunden am Tag. 7 Tage die Woche. Seit seiner Geburt.


Jeder Mensch ist an natürliche Schallereignisse gewöhnt. 

An ihre zeitlichen Abläufe. An ihre Entfernungen. An ihre Bewegungen. 

An ihre Räume. An die Art und Weise,
wie reale Ereignisse über Schall wahrnehmbar werden.


Der eigentliche Maßstab wurde längst geliefert:
Von der Natur selbst.




Warum ich schließlich selbst gebaut habe

Und dann hört man irgendwann diesen Satz:
„Wenn du es richtig haben willst, dann mach es selbst.“


Jow. Genau damit fing es an. :-)
Mit Nachdenken. Mit Selberbauen. Mit Versuch und Irrtum. 

Mit Erkenntnisgewinn.


Mancher wird meine Kompetenz infrage stellen.
Das ist mir egal und auch völlig in Ordnung. 

Denn ich musste nie von HiFi leben. Ich bin kein Händler. 

Ich musste keine Anzeigenkunden zufriedenstellen.
Ich musste keine Geräte verteidigen. 


Ich bin frei, ohne jeden Ballast.


HiFi war für mich immer nur eines:
MEIN Hobby.
Die Suche nach einer Wiedergabe, 

die Musik für meine Ohren wieder glaubwürdiger macht.


Nicht für den Markt. Nicht für Testberichte. 

Nicht für Foren. Sondern für mich selbst.




Warum diese Seite existiert

Und genau deshalb ist diese Seite hier vor allem eines:
Eine Offerte ohne Handelsbarriere. 

Eine Einladung, meine Denkansätze, Beobachtungen

und Entwicklungen mit den eigenen Erfahrungen abzugleichen.


Nicht mehr. Und nicht weniger.


Ich muss niemanden überzeugen.


Selten überlasse ich meine Entwicklungen überhaupt dauerhaft vor Ort. 

Doch das bleibt die Ausnahme.
Es ist und vor allem solles mein Hobby bleiben.


Was andere aus meinem hier Veröffentlichten erkennen oder machen, 

muss jeder für sich selbst entscheiden.


Denn am Ende hört jeder mit seinen eigenen Ohren.

Und vergleicht dabei intuitiv mit demselben Maßstab:

der Natur.

 

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