Was zerstört die Ruhe vor der Musik?
Natürlicher NULL-Schall gehört zu jedem echten Konzert
Fragen wir uns zunächst:
Was stört unseren Konzertbesuch?
- Der ständig hustende Besucher in Reihe 4.
- Der viel zu früh applaudierende Besucher auf dem Balkon der Galerie.
- Verkehrslärm.
- Wind.
- Das Handy des Sitznachbarn.
Kurz:
Jeder zusätzliche Schall,
der nicht
zum eigentlichen Musikereignis gehört.
Deshalb schließt man Fenster und Türen der Philharmonie.
Damit Ruhe herrscht.
Denn wir möchten, dass möglichst nur das Musikereignis unsere Ohren erreicht.
Wir schaffen also möglichst natürlichen NULL-Schall als ideale Voraussetzung,
um Musik als ursprüngliches Ereignis wahrnehmen zu können.
Dasselbe machen wir auch bei HiFi.
Fenster zu.
Störende Geräusche ausschalten.
Was HiFi zusätzlich erzeugt
Doch über alles,
was den natürlichen NULL-Schall
auch bei HiFi zerstört,
denkt die HiFi-Branche
bis heute nicht nach.
Sie entwickelt ihre Geräte bis zu den Lautsprechermembranen
und deren gewünschten Bewegungen.
Doch alles,
was Lautsprechermembranen zusätzlich bewegt,
obwohl es niemals
zum ursprünglichen Musikereignis gehörte,
wird bis heute
- weder systematisch reduziert,
- noch überhaupt als Fehlerursache erkannt.
Dazu gehören
- Speichereffekte.
- Mikrofonie.
- Mechanische Schwingungen.
- Elektrische Rückwirkungen.
- Resonanzen.
- Zeitversetzte Energieabgaben.
und viele weitere
parasitäre Energieeinträge
der technischen Umsetzung.
Sie alle erreichen ebenfalls die Lautsprechermembranen.
Und bei HiFi trägt am Ende jede Energie zur Schallerzeugung bei.
Auch falsche.
Damit verschwindet der natürliche NULL-Schall,
das NICHTS,
nach dem jedes reale Schallereignis in der Natur beginnt.
Zusätzlicher Schall ist nichts anderes als Lärm
Dieser zusätzliche Schall gehörte jedoch niemals
zum ursprünglichen Musikereignis.
Er ist deshalb nichts anderes als Lärm.
Genau wie der hustende Besucher.
Oder Verkehrslärm, wenn die Türen der Philharmonie offen stehen.
Nicht seine Lautstärke ist das eigentliche Problem.
Sondern,
dass jeder zusätzliche Schall
die Wahrnehmbarkeit des ursprünglichen Musikereignisses
vermindert.
Warum unser Hörinstinkt dadurch ECHT verliert
Das eigentliche Problem ist jedoch noch viel gravierender.
Die Musik,
die vorne spielt, ist fast immer laut genug.
Sie nehmen wir mit nahezu jeder HiFi-Anlage wahr.
Doch genau darauf konzentrieren sich bis heute
nahezu alle klassischen HiFi-Konzepte
und Messverfahren.
Doch genau darum
geht es bei der Wahrnehmung
der Wirklichkeit nicht.
Entscheidend
ist das vollständige Gesamtbild
aller Schallereignisse.
Auch der entferntesten.
Auch der kleinsten.
Auch der feinsten.
Auch der seitlich abstrahlenden Schallflächen
jedes Musikers und seiner Instrumente.
Erst das gleichzeitige Wahrnehmen
all dieser feinen Schallereignisse
erzeugt
den vollständig
wahrnehmbaren Ereignisraum.
Intuitiv.
Je vollständiger
dieses feine Gesamtbild wieder wahrne hmbar wird,
desto größer
und realistischer
wird der wahrnehmbare Ereignisraum.
Und desto natürlicher erleben wir
das ursprüngliche
musikalische Gesamtereignis
wieder
als ECHT
Wiedergabetreue bedeutet nicht schöner, sondern richtiger.
Genau deshalb
beginnt höchste Wiedergabetreue nicht
bei schönerem Klang.
Es geht um die
richtige räumliche Verortung
des ursprünglichen Ereignisraums.
Sie entsteht ausschließlich
durch die natürlichen Zeitverläufe
aller einzelnen Schallereignisse
bis zu unseren Ohren.
Setzt ein Geiger eine Sekunde zu früh ein
und spielt auch noch die falsche Saite,
dann ist das sicher nicht schön.
Aber genau so ist das Ereignis gewesen.
Und genau deshalb muss es auch genau so
wiedergegeben werden.
Denn Wiedergabetreue ist kein Wunschkonzert.
Sie bedeutet, den vergangenen Ereignisraum
möglichst unverändert
wieder wahrnehmbar
werden zu lassen –
als von lebendigen Menschen
erzeugtes Ereignis.
Die Vergangenheit lässt sich nicht verbessern.
Vergangene Ereignisse
müssen
einfach nur
richtig wiederholt
werden.
PUNKT.