Josch-Audio             
  Damit  AUCH  Homo sapiens in  VOLLER  BANDBREITE  funktioniert   

Der biologische Weg zum ECHTEN

Diese sechs Kapitel beschreiben keinen HiFi-Trick.


Sie beschreiben den Weg von der Biologie des Hörens bis 

zur eigentlichen Frage der Musikwiedergabe.


Jede Antwort erzeugt dabei zwangsläufig die nächste Frage.



Die Route vorab im Überblick

1. Unser ganzes Leben lang hören wir Zeit 

Unser Gehör verifiziert Wirklichkeit über zeitliche Beziehungen von Schall.


2. Was im Schall trägt die Zeit? 

Nicht die Energie allein trägt die Information, sondern ihre zeitliche Ordnung.


3. Was passiert, wenn sich zeitliche Beziehungen verändern? 
Veränderte Beziehungen verändern die Information, die das Gehirn zur Verifikation nutzt.

4. Am Ende zählt nur Schall 
Jede auf die Membran wirkende Energie wird zu Schall.

5. Das eigentliche Problem 
Künstliche Schallerzeugung erzeugt zusätzliche Energien und Zustandsänderungen.

6. Wie wenig zeitliche Differenzierbarkeit genügt für das ECHT? 
Die Natur beweist uns 24/7, dass winzigste zeitliche Informationen 

zur Verifikation des Echt notwendig sind. 


Ich sage es so: 

Je feiner die Informationen zeitlich getaktet sind - 

umso echter wird das wiedererlebte Ereignis wahrgenommen. 


Wenn man mir glaubt braucht man den folgenden Text nicht zu lesen 

und kann die Abkürzung zu meinen Lösungen 

für meine Anlage nehmen: 

Was ich daraus geschlossen habe


Sie funktionieren überall, 

wo Mechanik und Elektronik HiFi-Schall erzeugt.


Wer mir nicht glaubt -  

dem empfehle ich


zu Ende lesen

nachdenken

begreifen


Und danach auf Frösche und Züge zu klicken.




1. Unser ganzes Leben lang hören wir Zeit


Wir hören die Zeit, 

weil die Evolution keinen Musikliebhaber erschaffen wollte, 

sondern einen Überlebenden.



Denn der biologische Zweck des Hörens ist Überleben.
Um Gefahren zu erkennen, werten wir unsere Umgebung aus.
Um unsere Umgebung auszuwerten, benötigen wir Informationen.
Schall liefert einen Teil dieser Informationen.
Gegebenenfalls, um uns rechtzeitig in Sicherheit bringen zu können.


Der Beweis liegt in unserem Alltag

Der unumstößliche Beweis dafür liegt in unserer alltäglichen Wahrnehmung.
Unser Gehör arbeitet als permanentes evolutionäres Verifikationssystem.
Ob eine Gans über das Haus fliegt, ein unbekanntes Geräusch im Haus auftaucht 

oder zehn Dinge gleichzeitig passieren:


Das Gehör muss sofort prüfen:


  • Was ist das?
  • Wo ist das?
  • Wie weit entfernt ist es?
  • Bewegt es sich?
  • Ist es bekannt oder unbekannt?
  • Ist es plausibel? Diese Aufgabe erfüllt unser Gehör ununterbrochen

– unser ganzes Leben lang.



Warum wir Zeit hören?

Schall breitet sich in der Natur über die Zeit aus.
Deshalb erreichen uns alle Informationen über Räume, Entfernungen, 

Bewegungen und Ereignisse ausschließlich über zeitliche Beziehungen und Laufzeiten.

Weil Schall Zeit benötigt!


Jedes Schallereignis trifft deshalb mit seinen eigenen 

zeitlichen Abständen, Reihenfolgen und Laufzeiten an unseren Ohren ein.
Genau daraus rekonstruiert unser Gehirn 

Richtung, Entfernung, Bewegung, Räume und Ereignisse.


Dass wir unsere Umwelt trotz ständiger Veränderungen 

und unzähliger gleichzeitiger Geräusche permanent als stabilen, 

räumlich plausiblen Zustand wahrnehmen, beweist etwas Grundsätzliches:


Unser Gehör wertet Zeitstrukturen aus.


Denn ohne die Auswertung zeitlicher Beziehungen könnte unser Gehirn 

die Wirklichkeit seiner Umgebung überhaupt nicht rekonstruieren.



Zeit ist die Ursache. Raum ist der Beweis.


Der Raum ist kein schöner Effekt.

Er ist das Messergebnis des Gehirns.


Wenn das Gehör aus den eintreffenden Schallinformationen einen glaubwürdigen 

und stabilen Ereignisraum rekonstruieren kann, dann ist das der biologische Nachweis dafür, 

dass die zeitlichen Beziehungen des ursprünglichen Ereignisses erhalten geblieben sind.


Raum ist deshalb nicht das Ziel.


Raum ist der Kontrollwert.


Er zeigt, ob die Verifikation erfolgreich war.


ECHT

ECHT bedeutet nicht:


„Das gefällt mir.“


ECHT bedeutet:


Die zeitlichen Beziehungen eines Ereignisses sind so plausibel erhalten geblieben, 

dass unser Gehirn dessen Wirklichkeit erfolgreich verifizieren kann.


Deshalb gilt: > Unser ganzes Leben lang hören wir Zeit, 

um die Wirklichkeit unserer Umgebung zu verifizieren.



2. Was im Schall trägt die Zeit?

Wir haben gesehen: Unser ganzes Leben lang hören wir Zeit, 

um die Echtheit unserer Umgebung zu verifizieren. 

Die plausible Wahrnehmung unserer Umwelt beweist, 

dass unser Gehör zeitliche Beziehungen auswertet.


Doch damit stellt sich zwangsläufig die nächste Frage: 

Was im Schall macht das überhaupt möglich? 

Denn Zeit kann nicht als eigenständiges Objekt durch die Luft fliegen. 

Also muss sie an etwas gebunden sein. 

An Informationen. An Veränderungen. An Energie.



Schall ist nicht einfach nur Energie

Ein häufiger Denkfehler besteht darin, Schall lediglich als Energie zu betrachten. 

Energie allein erklärt jedoch nicht, warum wir Räume, Entfernungen, 

Bewegungen oder Ereignisse erkennen können.


Entscheidend ist nicht nur, dass Energie ankommt.


Entscheidend ist, wann sie ankommt. Und in welcher Reihenfolge

Mit welchen zeitlichen Abständen, und


wie sich diese Beziehungen und Verläufe räumlich verändern.



Die Zeit steckt in den Beziehungen

Eine einzelne Schallportion besitzt für sich allein noch keine räumliche Bedeutung. 

Erst ihre Beziehung zu anderen Schallportionen macht Information daraus.



Früher. Später. Näher. Weiter entfernt. Gleichzeitig. Nacheinander. 

Bewegung. Stillstand. 


Genau diese zeitlichen Beziehungen ermöglichen es dem Gehirn, 

aus Schall Wirklichkeit zu rekonstruieren.



Die eigentliche Frage

Wenn unser Gehör Zeitstrukturen auswertet, um die Echtheit unserer Umgebung zu verifizieren, 

dann wird die entscheidende Frage plötzlich sehr einfach: 

Wie vollständig bleiben diese zeitlichen Beziehungen erhalten? 

Denn nur erhaltene Beziehungen können später noch ausgewertet werden. 

Verlorene Beziehungen sind verloren. 

Und was nicht mehr vorhanden ist, 

kann auch nicht mehr zur Verifikation von Wirklichkeit beitragen.


Der rote Faden: > Schall transportiert nicht einfach nur Energie. 

Schall transportiert zeitlich geordnete Information. 

Und genau diese zeitliche Ordnung ermöglicht es dem Homo sapiens, 

aus Schall eine glaubwürdige Wirklichkeit zu rekonstruieren.


Die nächste Frage lautet daher: 


Wie gut bleiben diese zeitlichen Beziehungen auf ihrem Weg erhalten?



3. Was passiert, wenn sich zeitliche Beziehungen verändern?

Wenn unser Gehör Zeit auswertet, um die Echtheit unserer Umgebung zu verifizieren, 

dann wird eine Konsequenz sofort offensichtlich:


Nicht jede Veränderung von Schall is gleichbedeutend.


Manche Veränderungen betreffen lediglich die Stärke einer Information. 

Andere betreffen ihre zeitlichen Beziehungen. Und genau dort wird es interessant.


Das Gehirn verifiziert keine Energie

Unser Gehirn verifiziert nicht einfach nur Energie. 

Denn Energie allein sagt nichts darüber aus, wo etwas ist, 

wie weit entfernt es ist, ob es sich bewegt, 

oder ob verschiedene Schallereignisse überhaupt zusammengehören. 

Dafür benötigt das Gehirn zeitliche Zusammenhänge.


Was passiert bei einem echten Ereignis?

In der Natur entsteht jedes Ereignis auf eine ganz bestimmte Weise. 

Ein Ast bricht. 

Eine Tür fällt ins Schloss. Ein Vogel ruft. Eine Gans fliegt über das Haus.

Und der erzeugte Schall aus diesem Ereignis erreicht uns danach.

Und das ist genauso, wenn wir Instrumente live hören.


Denn es ist in jedem Fall natürlich erzeugter Schall.


Und in der Natur entstehen nicht einfach nur energetische Schallanteile. 

Es entstehen immer auch zeitliche Beziehungen. 

Jeder einzelne Anteil besitzt seinen eigenen Platz innerhalb des Ereignisses. 

Seinen eigenen Zeitpunkt. 

Seine eigene Reihenfolge. Seine eigene Beziehung zu allen anderen Anteilen.


Warum die Reihenfolge entscheidend ist

Ein Ereignis bleibt nur so lange eindeutig, wie diese Beziehungen im Raum erhalten bleiben. 

Denn unser Gehirn vergleicht nicht einzelne Schallfragmente. 

Es vergleicht Zusammenhänge. Es sucht nach Plausibilität. 

Es sucht nach Ursache und Wirkung. Es sucht nach Wirklichkeit.


Der Verlust von ECHT

Sobald zeitliche Beziehungen verändert werden, verändert sich zwangsläufig 

auch die Information. Das bedeutet nicht automatisch, dass ein Geräusch verschwindet. 

Das bedeutet auch nicht automatisch, dass etwas unangenehm klingt.


Es bedeutet lediglich:


Unser Gehirn erhält andere Informationen als jene, 

die ursprünglich natürlich entstanden sind.


Die entscheidende Frage: > Wenn die Echtheit eines Ereignisses von seinen zeitlichen Beziehungen abhängt, 

dann lautet die nächste Frage zwangsläufig: 


Welche Vorgänge verändern diese Beziehungen? 

Und welche Vorgänge erhalten sie? 


Genau dort beginnt die eigentliche Suche.



4. Am Ende zählt nur Schall

Wir haben gesehen: Unser ganzes Leben lang hören wir Zeit, 

um die Echtheit unserer Umgebung zu verifizieren. Raum ist dabei kein Effekt. 

Raum ist das Messergebnis unseres Gehirns. 

Er entsteht dann, wenn die Verifikation eines Ereignisses erfolgreich gelingt.



Am Ende zählt nur Schall

Am Ohr kommt immer nur Schall an. 

Und dieser Schall wird durch Membranbewegungen erzeugt.


Die Membran unterscheidet nicht. 

Sie setzt jede auf sie wirkende Energie in Schall um.



Die entscheidende Frage

Wenn die Membran jede Energie in Schall umsetzt, 

woher stammt dann die Energie, die nicht zum ursprünglichen Ereignis passt?



Die logische Konsequenz

Entsteht zusätzlicher Schall, muss zuvor zusätzliche Energie vorhanden gewesen sein. 

Denn ohne Energie entsteht keine Bewegung. 

Und ohne Bewegung entsteht kein Schall.


Die Suche beginnt: > Jede Energie, die zum ursprünglichen Ereignis gehört, 

trägt zu dessen Rekonstruktion bei. Jede Energie, die nicht zum ursprünglichen Ereignis gehört, 

erzeugt zusätzlichen Schall.
Und genau deshalb lautet die eigentliche Frage: 


Woher stammt die Energie, 

die nicht zum ursprünglichen Ereignis gehört?



5. Das eigentliche Problem

Künstliche Schallerzeugung erzeugt nicht nur Schall. 

Sie erzeugt gleichzeitig zahlreiche physikalische Nebenwirkungen.


Vibrationen. Resonanzen. Verformungen. Erwärmung. Elektrische und magnetische Veränderungen. 

Mechanische und elektrische Speicherungen von Energie. Gleichzeitig verändern sich während der 

Schallerzeugung permanent die Zustände des gesamten Systems. 

Nichts bleibt vollkommen unverändert.


Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: Ob sich diese Vorgänge auswirken.


Sondern: Wie stark wirkt die Summe ihrer Energien auf die Membranen ein?


Denn sämtliche Vorgänge laufen innerhalb desselben physikalischen Systems ab. 

Und sämtliche Energien können innerhalb eines HiFi-Systems über die Signalwege

die Membranen bequem erreichen – denn das ist die Aufgabe des Aufwands.


Das Problem dabei:


Die Membranen unterscheiden nicht. 

Sie setzen jede auf sie wirkende Energie in Schall um.


Deshalb lautet die eigentliche Frage: > Welche Zustandsänderungen und Nebenwirkungen 

gelangen bis zu den Membranen – und wie stark verändern sie deren Impulsverhalten?



6. Wie wenig zeitliche Differenzierbarkeit genügt bei HiFi

noch für das ECHT?

Wir haben gesehen: Künstliche Schallerzeugung erzeugt nicht nur Schall. 

Sie erzeugt gleichzeitig zahlreiche physikalische Nebenwirkungen. 

Die entscheidende Frage lautet deshalb: 


Wie stark wirkt die Summe dieser Energien auf die Membranen ein?



Die eigentliche Überraschung

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir zunächst eine andere stellen: 

Wie wenig Information genügt unserem Gehör, um das ECHTE zu erleben? 

Die Antwort ist erstaunlich: Unser wahrnehmbarer Raum hat keine festen Grenzen. 

Er hängt ausschließlich von der Intensität der Ereignisse ab – 

von der Schallenergie, die uns soeben noch erreicht.


Beispiele natürlichen Schalls.


Wir nehmen wahr,


  • an welcher Position sich der Korpus eines Kontrabasses befindet.
  • wie sich die Finger einer Geigerin entlang der Saiten bewegen.
  • wo Stimmen im Raum platziert sind.
  • ob sich etwas auf uns zubewegt oder von uns entfernt.


Und manchmal dehnt sich unser Raum plötzlich über Kilometer aus, 

wenn uns selbst der schwächste Rest eines Schallereignisses soeben noch erreicht: 


Ich nahm in einer Nacht einmal die Sprengung eines Zigarettenautomaten mit einem Polenböller 

in etwa 6,5 km Entfernung wahr. (Tat und Tatort hatte ich im Laufe der Nacht selbst aufgenommen). 

Der Schall war ungefähr 20 Sekunden unterwegs bis zu meinem Schreibraum. 

Das Signal hatte bereitseine Menge seiner ursprünglichen Energie verloren. 


Unser Gehirn rekonstruiert aus diesem winzigen Impuls sofort das Ereignis: 

Explosion. Die Informationen zur Verifizierung erreichen uns über Schall.



Die entscheidende Erkenntnis

Die Natur zeigt uns etwas Erstaunliches: 

Unser Gehör benötigt regelmäßig erstaunlich wenig Schallinformation, 

um ein Ereignis als ECHT zu erkennen. Die Entfernung einer Explosion. 

ie Position eines Kontrabasses. Die Bewegung von Fingern auf einer Geigensaite. 

Die Position einer Stimme im Raum. Die Richtung eines Schrittes. 

All das gelingt uns regelmäßig. 

Obwohl die dafür notwendigen Informationen oft winzig sind.



Die logische Konsequenz

Wenn unser Gehör regelmäßig 

selbst feinste Schallinformationen zur Verifikation von Wirklichkeit nutzt, 

dann stellt sich zwangsläufig diese Endfrage: 


Wie wenig musikfremde Membranbewegung genügt, 

um das ECHTE im hifi-erzeugten Schall zu maskieren?


Denn die Membran unterscheidet nicht. 

Sie setzt jede auf sie wirkende Energie in Schall um.


Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: 


Wie groß ist die Störung? 


Sondern: 


Wie viel ECHT-Wahrnehmung wird durch 

zusätzliches Membranimpulsieren überlagert?



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