Josch-Audio    
     Evolution → Realität  ≠  HiFi → Sound      

Das vergessene ECHT der HiFi-Branche

343 Meter pro Sekunde.


Diese Zahl kennt jeder.
Sie beschreibt die Geschwindigkeit, mit der sich Schall durch die Luft bewegt.
Ein unumstößliches Naturgesetz.
Und doch bildet die Konsequenz dieser Zahl bis heute nicht den Ausgangspunkt der HiFi-Entwicklung.
Ausgerechnet in der Branche, die sich beruflich mit der Wiedergabe von Schall beschäftigt.


Warum?


Weil wir nichts hören, außer Schall.



Die Evolution betrügt man nicht

Unser Gehör ist kein Messmikrofon.
Es ist das biologische Auswertesystem natürlicher Schallereignisse.
Seit Hunderttausenden von Jahren verarbeitet unser Gehirn unzählige Laufzeitunterschiede gleichzeitig.
Und es differenziert sie bis in den Zentimeterbereich.


Genau deshalb erkennt unser Instinkt ECHT.


Genau das wird bei HiFi übersehen.
Unser Gehör kennt die Natur.
Es kennt ihre zeitliche Auflösung.
Bekommt unser Gehirn diese zeitliche Auflösung bei künstlichem Schall nicht, erkennt es zwangsläufig auch weniger ECHT.
Nicht weil ich daran glaube.
Geglaubt wird in der Kirche.
Ich denke lediglich die Konsequenz der Schallgeschwindigkeit zu Ende.



Der negative Synergieeffekt der Wiedergabekette

Eine HiFi-Anlage besteht aus vielen hintereinander geschalteten Gliedern:


  • Tonabnehmer
  • Kabel
  • Netzteile
  • Gehäuse
  • Gerätefüße
  • Membranen

Bereits ein einziges dieser Glieder kann die ursprünglichen zeitlichen Strukturen deutlich überlagern. Schon dort bekommt unser Gehör nicht mehr die zeitliche Auflösung angeboten, die es aus der Natur kennt. Schon dort gehen Meter ursprünglicher Schallgeschichte verloren.
Da alle weiteren Glieder genau diese bereits verschlechterte Zeitstruktur übernehmen, verstärken sie die zeitlichen Überlagerungen immer weiter. Das ist der negative Synergieeffekt einer Wiedergabekette.
Deshalb halte ich es nicht für außergewöhnlich, wenn am Ende nicht Zentimeter ursprünglicher Schallgeschichte fehlen.
Sondern Meter.



Zeit da retten, wo sie entsteht

Deshalb versuche ich,
Zeit möglichst weit vorne in der Wiedergabekette zu retten.
Denn jeder früh vermiedene Zeitfehler muss von keinem nachfolgenden Gerät mehr verarbeitet werden.
Was am Anfang an zeitlicher Kohärenz verloren geht, kann am Ende niemand wieder herstellen.
Mein Ansatz ist reine Physik.
Unser Instinkt erkennt keine Geräte.
Er erkennt Ereignisse an ihrem Schall – auf Basis einer zentimetergenauen zeitlichen Differenzierung.


Wer Musik wirklich ECHT erleben möchte, muss aufhören, in Frequenzen zu denken.


Und anfangen, die Konsequenz von 343 m/s zu Ende zu denken.


WOZU hören wir überhaupt?




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