JoschAudio    
         343 m/s = natürliches HiFi-Stereo     

Wie weit reicht dein Horizont?

Der RaumZeit-Check mit Riders on the Storm
Kein Klangtest – ein Zeitereignis von 1971


Wenn du dieses Stück kennst, hast du bereits alles,
was du brauchst, um zu erkennen,
welche Wiedergabequalität ich mir für zuhause vorstelle –
und warum sich mein Hörraum nicht wie HiFi anfühlt.


Denn hier gibt es
keine Trennung
zwischen HiFi
und dem echten Leben.


Warum?


Weil die Schallimpulse in diesem Stück
sowohl energetisch
als auch in ihrer zeitlichen Struktur
dem natürlichen Außenschall entsprechen.




Warum gerade dieses Stück?

Weil wir hier reinen Außenschall hören.
Einen, den jeder kennt.


Jeder kennt Gewitter.
Jeder kennt Regen.
Jeder kennt das Hören draußen.


Was viele ebenfalls kennen – oft unbewusst –
sind die Zeitfehler,
mit denen normales HiFi genau hier scheitert
– auch im sechsstelligen Bereich:


  • fehlende Tiefe
  • fehlende Weite
  • Hochtonrauhigkeit
  • Impuls-Wiederholungen


Ohne Vergleich bleibt das unsichtbar.

Mit Vergleich wird es offensichtlich.



Worauf du hören musst

Vergiss für einen Moment alles,
was man dir über HiFi beigebracht hat.


Es geht nicht um Tonalität.

Nicht um Auflösung.
Nicht um Detailreichtum.


Die entscheidende Frage lautet:


Wo befindet sich das Geschehen –

und wie weit reicht es?


Ein Gewitter ist kein Effekt.

Es ist ein räumliches Ereignis.


Der Donner ist nicht
„hinten links“,
nicht „breit“,
nicht „im Raum verteilt“.


Entfernung ist keine Lautstärke-Frage.

Entfernung ist eine Zeit-Frage.


Er ist weit entfernt.

Richtig weit.


Und diese Weite entsteht nicht durch Pegel,

sondern durch zeitliche Kohärenz.



Raum entsteht aus Zeit

Wenn das stimmt, erklärt sich sofort,
warum so viel HiFi zwar groß klingt –
aber nie weit.


Unser Gehör rekonstruiert Raum primär aus:


  • minimalen Laufzeitunterschieden
  • Impulsdichte
  • zeitlicher Ordnung


Nicht aus dem Frequenzgang.


Bleibt diese Zeitstruktur erhalten,

passiert etwas Entscheidendes:


Der Hörraum verliert seine Grenzen.

Die Wände werden irrelevant,
weil das Gehirn den Raum der Aufnahme
als physikalisch plausibel erkennt.



Die Mauern sind weg.



Was dann passiert

⚡ Der Donner


Er wird nicht größer.

Er wird ferner.


Nicht laut – sondern weit.
Nicht dramatisch – sondern real.


Je besser die Zeit stimmt,

desto weiter rückt er nach hinten:
hundert Meter,
fünfhundert,
zweitausend.


Du kannst das hören –

auf deiner Couch.


🌧️ Der Regen


Er ist keine Kulisse.
Er fällt um dich herum.


Nicht flächig.
Nicht klebend.
Sondern räumlich eingebettet.


Du sitzt nicht vor dem Geschehen.

Du sitzt im Regen.
Das ist kein Effekt.
Das ist Plausibilität.



Fazit: Wahrhaftigkeit statt HiFi

Riders on the Storm ist kein Demo-Stück.
Es ist ein Raum-Zeit-Test.


Eine Anlage arbeitet zeitlich korrekt, wenn:


  • der Donner extrem weit entfernt ist

  • der Regen dich wirklich umgibt
  • das Gehörte die Dimensionen deines Zimmers sprengt


Wenn nicht, klingt es vielleicht „HiFi-schön“ –

aber mit einem entscheidenden Unterschied:


Du weißt jetzt,

dass Zeitübertragung
der unterschlagene Benchmark
für echte Raumwiedergabe ist.



Noch ein unbestechlicher Hinweis

Ganz am Anfang des Stücks hört man links außen
eine glockenartige Impulsfolge,
die von hoch nach tief abfällt.


Das ist kein Effekt.

Das ist ein Zeitdetektor.


Auf zeitlich unsauberen Anlagen klingt diese Folge

oft rau, verzerrt
oder wie wiederholt.


Nicht wegen der Aufnahme.

Sondern weil hochfrequente Einzelimpulse
zeitliche Fehler sofort offenlegen.


Es ist dieselbe Problematik

wie beim Zischeln hoher Stimmen:


Ein sauberer Impuls

setzt eine ruhende Membran voraus.


Die Schwarze Null.


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