JoschAudio    
         343 m/s = natürliches HiFi-Stereo     

HiFi ist kein echtes Stereo, 

solange Zeitstruktur von Schall nicht übertragen wird.


Ein Qualitätsunterschied in der Wiedergabe liegt nicht primär

 in „mehr“ oder „weniger“ Schallenergie.


Der entscheidende Unterschied liegt in der zeitlichen Struktur des erzeugten Schalls.
Natürliche Schallereignisse entstehen aus realen mechanischen Vorgängen.


Jede Bewegung, jede Berührung, jede Materialreaktion erzeugt neue Druckverläufe in der Luft.


So entsteht Schall als fortlaufende Folge realer physikalischer Zustandsänderungen.


Diese liefern eine hohe zeitliche Differenzierungsdichte:
ständig neue, voneinander unterscheidbare Mikro-Veränderungen im Druckverlauf.


Genau diese zeitlichen Unterschiede nutzt unser Gehör zur Raumrekonstruktion.
Entfernungen, Richtungen, Tiefenstaffelung und Ereignisorte entstehen aus 

Laufzeitunterschieden und zeitlicher Staffelung.



Wird diese zeitliche Differenzierung reduziert,
wird auch die räumliche Information reduziert.

Natürlicher Schall ist kein durchgehender „Klangteppich“,
sondern eine Abfolge unzähliger Mikro-Ereignisse.
Die Luft wird dabei nicht „beschallt“,
sondern fortlaufend neu (aktualisiert) in Bewegung versetzt.


HiFi-Wiedergabe muss dagegen 

mit elektrisch rekonstruierten Signalverläufen arbeiten,
die durch die gesamte Gerätekette hindurch typischerweise 

zeitlich geglättet, energetisch gemittelt und strukturell  werden.

vereinheitlicht
Nicht weil Ingenieure unfähig wären.
Sondern weil die Gerätearchitekturen historisch nicht auf die Erhaltung 

dieser zeitlichen Mikrostruktur ausgelegt wurden.



Das Ergebnis ist kein fehlender Schall,
sondern zeitlich weniger fein differenzierter Schall.

Und genau das ist entscheidend für unseren Gehörsinn,
der diese feineren zeitlichen Unterschiede zur Raumwahrnehmung 

nutzen würde, sie hier jedoch nicht vorfindet.



Der entscheidende Punkt:

Die Schallgeschwindigkeit ist konstant.
Aber unterschiedliche Entstehungsorte realer Ereignisse 

erzeugen feinste Laufzeitunterschiede.


Ein Konzertsaal besteht aus unzähligen gleichzeitigen Ereignisquellen:
Instrumente, Reflexionen, Nebengeräusche, Bewegungen.


  • Jede Quelle hat einen anderen Weg.
  • Jeder Weg hat eine andere Laufzeit zu beiden Ohren.
  • Jede Laufzeit trägt räumliche Information über Richtung, Entfernung und Staffelung.



Diese zeitlichen Staffelungen treffen fortlaufend an beiden Ohren ein —
und unser Gehör rekonstruiert daraus einen ständig aktualisierten Umgebungsraum.


Intuitiv.


Genau so hören wir die reale Welt.

Die Wiedergabe müsste daher nicht „Klang“ übertragen,
sondern die zeitliche Staffelung sämtlicher Ereignisse im Schall selbst so differenziert erhalten,
dass unser Gehör daraus wieder ein plausibles Raumgeschehen rekonstruieren kann.



Und hier liegt das systemische HiFi-Defizit 

— preisunabhängig.


HiFi erzeugt kontrollierte Schallenergie.

Aber die feinen zeitlichen Differenzierungen, 

die für ein räumlich plausibles Erleben notwendig sind
und die unser Gehör erwartet,

 werden nicht als primäres Qualitätskriterium behandelt.



Genau hier wird das Grundprinzip von Stereo konterkariert.

Stereo bedeutet ursprünglich, 

räumliche Information über Laufzeitunterschiede zu übertragen.


Zwei Kanäle sind dabei kein Selbstzweck, 

sondern ein Mittel zur Übertragung zeitlicher Raumstruktur.


Wenn jedoch die feinen zeitlichen Differenzierungen 

im erzeugten Schall nicht erhalten bleiben,


werden zwar zwei Kanäle übertragen,
aber nicht mehr die zeitlichen Strukturen, 

aus denen unser Gehör Raum berechnet.


Damit bleibt Stereo formal erhalten,
wird funktional jedoch unterlaufen.


Nicht aus Absicht.
Sondern weil die Zeitstruktur 

nie als zentrales Qualitätskriterium definiert wurde.



Und das ist kein Zufall:


Die HiFi- und High-End-Branche hat die Zeitübertragung 

nie als grundlegendes Maß für die Wiedergabetreue definiert.


Optimiert wurde Energie, Verzerrung, Frequenzgang, Dynamik —
nicht jedoch die zeitliche Differenzierungsfähigkeit der erzeugten Schallstruktur.


Damit bleibt ein zentrales Wahrnehmungskriterium unadressiert.


Rein funktional betrachtet sind HiFi-Produkte daher 

nicht auf die vollständige Übertragung zeitlicher Raumstruktur ausgelegt.



Und hier liegt die eigentliche Konsequenz:

Alles, was Homo sapiens je hörte und heute hört, 

ist Schall aus der Vergangenheit —

denn Schall breitet sich mit endlicher Geschwindigkeit aus.


Unsere Raumwahrnehmung basiert wesentlich auf dieser Zeitstruktur.


Wird sie nicht ausreichend übertragen,
wird auch das Raumgeschehen nur eingeschränkt übertragen.


Das ist keine Geschmacksfrage.
Das ist Biophysik.


Und genau hier liegt das strukturelle Defizit 

der gesamten Branche:  Der Denkfehler





Anruf
Infos