Das vergessene ECHT
Die Natur kennt nur natürlichen Schall.
343 Meter pro Sekunde.
Seit Hunderttausenden von Jahren.
Unser Gehör kennt nichts anderes.
Genau deshalb beginnt die Suche nach ECHT nicht beim Lautsprecher.
Sondern bei 343 m/s.s
343 Meter pro Sekunde.
Diese Zahl kennt jeder.
Sie beschreibt nicht nur die Geschwindigkeit des Schalls.
Sie beweist noch etwas viel Grundsätzlicheres:
Jedes Schallereignis braucht Zeit, bis es unsere Ohren erreicht.
Deshalb hören wir niemals die Gegenwart,
sondern immer Vergangenheit.
Die Vergangenheit ist bereits geschehen.
Sie lässt sich nicht mehr verändern.
Jedes natürliche Schallereignis, das unsere Ohren erreicht,
ist deshalb zugleich der Beweis seiner Echtheit.
Weil es ein echtes, bereits geschehenes Ereignis gewesen ist.
Genau an diesen Maßstab hat sich unser Gehör seit Hunderttausenden von Jahren gewöhnt.
343 Meter pro Sekunde sind deshalb weit mehr als eine physikalische Zahl.
Sie sind die Grundlage dafür, warum unser Instinkt ECHT erkennen kann.
Und doch bildet genau diese Konsequenz bis heute
nicht den Ausgangspunkt der HiFi-Entwicklung.
Ausgerechnet in der Branche,
die sich mit der Wiedergabe von Schall beschäftigt.
Warum das so fatal ist?
Weil wir nichts hören,
außer Schall.
Zusammenfassung
→ 343 m/s
→ Schall braucht Zeit
→ Wir hören Vergangenheit
→ Vergangenheit ist unveränderlich
→ Deshalb kennt unser Instinkt ausschließlich ECHTE Ereignisse.
Deshalb sucht unser Instinkt ausschließlich das ECHT der Ereignisse.
Die Evolution betrügt man nicht
Unser Gehör ist kein Messmikrofon.
Es ist das biologische Auswertesystem natürlicher Schallereignisse.
Seit Hunderttausenden von Jahren verarbeitet unser Gehirn unzählige Laufzeitunterschiede gleichzeitig.
Und es differenziert sie bis in den Zentimeterbereich.
Genau deshalb erkennt unser Instinkt ECHT.
Genau das wird bei HiFi übersehen.
Unser Gehör kennt die Natur.
Es kennt ihre zeitliche Auflösung.
Bekommt unser Gehirn diese zeitliche Auflösung bei künstlichem Schall nicht, erkennt es zwangsläufig auch weniger ECHT.
Nicht weil ich daran glaube.
Ich denke lediglich
die Konsequenz der Schallgeschwindigkeit zu Ende.
Der negative Synergieeffekt der Wiedergabekette
Eine HiFi-Anlage besteht aus vielen hintereinander geschalteten Gliedern:
- Tonabnehmer
- Kabel
- Netzteile
- Gehäuse
- Gerätefüße
- Membranen
Bereits ein einziges dieser Glieder kann die ursprünglichen zeitlichen Strukturen deutlich überlagern.
Schon dort bekommt unser Gehör nicht mehr die zeitliche Auflösung angeboten, die es aus der Natur kennt.
Schon dort gehen Meter ursprünglicher Schallgeschichte verloren.
Da alle weiteren Glieder genau diese bereits verschlechterte Zeitstruktur übernehmen, verstärken sie die zeitlichen Überlagerungen immer weiter.
Das ist der negative Synergieeffekt einer Wiedergabekette.
Deshalb halte ich es nicht für außergewöhnlich, wenn am Ende nicht Zentimeter ursprünglicher Schallgeschichte fehlen.
Sondern Meter.
Zeit da retten, wo sie entsteht
Deshalb versuche ich,
Zeit möglichst weit vorne in der Wiedergabekette zu retten.
Denn jeder früh vermiedene Zeitfehler muss von keinem nachfolgenden Gerät mehr verarbeitet werden.
Was am Anfang an zeitlicher Kohärenz verloren geht, kann am Ende niemand wieder herstellen.
Mein Ansatz ist reine Physik.
Unser Instinkt erkennt keine Geräte.
Er erkennt Ereignisse.
Und zwar ausschließlich an ihrem Schall.
343 Meter pro Sekunde.
Mehr verlangt die Natur nicht.
Aber auch nicht weniger.
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- Das Schall-Axiom
- Warum Messungen das ECHTE längst verpasst haben
- Die NULL-Vorbewegung der Membranen
- Was impulsiert die Membranen – außer Musik?
- Auf richtiges Impulsieren folgt instinktives ECHT.
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