Schnauze voll vom HiFi-Geschwurbel?
Von „seidigen Höhen“, „edlen Klangsignaturen“?
Von gefeierten Starverkäufern, die dir den Kumpel mimen,
während sie dir in weißen Handschuhen ihr so geniales HIGH-END vorspielen,
und dir den nächsten sündteuren
Chrom-Altar andrehen:
SCHÖNER. WÄRMER. ANALYTISCHER.
MUSIKALISCHER.
Bla. Bla. Bla.
Unterm Strich also:
Dein HiFi bekommt DAS ECHT einfach nicht hin –
egal, wie lange und wie viel du schon investiert hast?
Dann ist es Zeit,
sich einfach daran zu erinnern,
was HÖREN ursprünglich bedeutete,
also ...
bevor die HiFi-Branche
uns den Verstand zerschossen hat.
Denn HÖREN ist für Homo sapiens
reine DATENERHEBUNG.
Und die verzeiht keine Fehler.
Ob du mir hier glaubst oder nicht –
geht mir übrigens am A*sch vorbei.
Denn hier geht es nicht um
Geschäft und Glauben –
sondern darum,
wie das natürliche HÖREN funktioniert:
Zwei Ohren & ein geniales Messsystem.
Damit hat uns die Natur ausgestattet.
Zur räumlichen und zeitlichen ORIENTIERUNG
Damit wir wissen, WO etwas passiert –
und ob es sich uns NÄHERT –
noch
BEVOR wir überhaupt wissen,
WAS es IST.
Also...
um genug ZEIT zu haben,
uns auf das einzustellen,
was bald um uns herum passieren wird.
Fehlt uns dagegen diese ZEIT,
erschrecken wir:
Wir alle kennen die Situation:
Wir erschrecken uns zu TODE,
wenn uns als Spaziergänger ein RADFAHRER von
hinten überholt,
der erst KLINGELT,
wenn er fast neben uns ist.
Dann bleibt uns erst einmal das HERZ stehen –
bevor wir erleichtert feststellen:
Kein FLEISCHFRESSER.
Nur ein Trottel auf einem Fahrrad.
Unser Gehörsinn braucht die
ZEITWAHRNEHMUNG,
um sicher zu erkennen:
Da NÄHERT sich etwas –
und das schon,
BEVOR wir genau wissen,
WAS es ist.
Anders ist das beim KONZERTbesuch.
Und beim späteren MUSIKHÖREN.
Da wollen wir sogar ÜBERRASCHT werden.
Obwohl wir ja längst wissen,
WAS da auf uns einprasseln wird:
Die PAUKE – ganz hinten.
Die erste GEIGE – vorne links.
Ein Beckenschlag.
Eine Stimme.
Die KONTRABÄSSE.
Wir wissen, WAS da ist.
Aber nicht,
WANN es passiert.
Und genau dieses WANN
kommt im Konzert
nicht irgendwie zufällig
Sondern jedes einzelne GESCHEHNIS
passiert
zu seiner ZEIT
an seinem ORT.
Und dann?
Läuft sein SCHALL los.
Direkt.
Über REFLEXIONEN.
Über UMWEGE.
KREUZ & QUER durch den Saal.
Und jeder dieser Wege
braucht seinen ZEITRAUM.
Bis alle diese
Schall-Portionen und Portiönchen
unsere beiden Ohren erreichen:
JEDES in seinem RICHTIGEN WANN.
.......
Genau daran ERKENNEN unsere Ohren einen RAUM
und seine Inhalte.
Der SCHALL braucht ZEIT für seinen Weg durch den RAUM.
Mit rund 343 Metern pro Sekunde – egal,
wie viele REFLEXIONEN und UMWEGE der Weg nimmt.
Je länger der WEG, desto später das richtige WANN.
Selbst im DUNKELN funktioniert das instinktiv.
Und es war ÜBERLEBENSWICHTIG,
als Homo sapiens eine junge ART war.
Denn so können wir ohne Licht SEHEN,
WO um uns herum etwas geschieht.
........
ECHT hat NICHTS mit SCHÖN zu tun.
Eine Geigenschülerin spielt nicht UNECHTER,
bloß weil sie nicht Helge Schneider ist.
Einzelne GESCHEHNISSE dürfen uns bitte überraschen –
und sollen uns im HÖRRAUM genauso ECHT
und PÜNKTLICH treffen,
wie ihr Schall damals auf die Besucher im KONZERTSAAL traf.
jeder eimzelne hört berschiedene Laufzeiten,
aber alle richtig
Wenn das WANN nicht mehr stimmt,
ist die gehörte WELT eine FALSCHE.
Und was passiert in der HiFi-Welt?
Hersteller und Handel bieten uns die edelsten Testsieger
und schönsten Klänge zum Kauf.
Und der biologisch-natürliche Maßstab für das ECHT?
Davon war aber doch noch nie die Rede!