JoschAudio    
         343 m/s = natürliches HiFi-Stereo     

Nichts wahrhaft Lebendiges existiert ohne Zeit.

Das gilt auch für Ereignisse, die wir hören
egal ob sie im realen Leben stattfinden
oder über eine
HiFi-Anlage wiedergegeben werden.



Warum?

Zeit ist die Voraussetzung für das Wahrnehmen von Veränderung –
und damit die Basis jedes
lebendigen Ereignisses.


Das Andauern von Veränderung ist erlebte Lebendigkeit.


So ist auch die Erkennbarkeit von Schall
zwingend an Zeit und Dauer gebunden.


Schall ist eine zeitlich veränderliche Druckgröße,
deren Druckänderungen sich mit 343 m/s ausbreiten.


Akustische Ereignisse erreichen uns ausschließlich

mit endlicher Schallgeschwindigkeit.


Daher ist alles, was wir hören,
dieser zeitlichen Ausbreitung untergeordnet –
also strukturiert auf Basis dieser endlichen Bewegung des Schalls.




Und das bedeutet:

Alles, was wir für Echtzeit halten,
ist bereits Vergangenheit.



Das ist keine philosophische Behauptung.
Es ist physikalische Konsequenz.



Wenn Schall unsere Ohren erreicht,
ist er bereits eine Zeit lang unterwegs gewesen.


Teile des ursprünglichen Schalls
wurden reflektiert, gestreut oder bedämpft
und erreichen uns später als der Direktschall.


Doch auch diese später eintreffenden Anteile
gehören zum natürlichen Hörerlebnis.


Unser Gehör bezieht sie intuitiv in seine Auswertung ein.
Aus der Gesamtheit zeitlicher Differenzen
rekonstruiert es Raum
und die Ereignishaftigkeit des Geschehens.



Ohne diese zeitlich versetzten Anteile
wirkt das Gehörte räumlich reduziert –
vergleichbar mit dem Hören in schalltoten Räumen.



Wir hören sie ständig mit, egal was wir hören.
Unser Gehör bezieht sie intuitiv in seine Auswertung ein.


Aus der Gesamtheit dieser zeitlichen Differenzen
rekonstruiert es Raum
und die Ereignishaftigkeit des Geschehens.


Ohne diese zeitlich versetzten Anteile
wirkt das Gehörte räumlich reduziert
vergleichbar mit dem Hören in schalltoten Räumen.



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Nicht die Geschwindigkeit zählt – 

sondern ihre Erkennbarkeit als Schallstruktur.

Viele verwechseln diese beiden Ebenen:


  • die Schallgeschwindigkeit im Hörraum
  • mit der zeitlichen Struktur des Schalls aus dem ursprünglichen Ereignisraum.



Natürlich breitet sich auch im Hörraum Schall mit 343 m/s aus.
Das ist eine physikalische Konstante. 

Doch darum geht es nicht. 


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Es geht bei Wiedergabe darum, die im Ereignisraum entstandene Zeitstruktur 

des Schalls im Hörraum unverändert wirksam werden zu lassen.


Im Konzertsaal – wie in jedem realen oder virtuellen ursprünglichen Ereignisraum –

entstehen durch die endliche Schallgeschwindigkeit komplexe zeitliche Differenzen:


  • zwischen Direktschall
  • und frühen sowie späten Reflexionen


Diese Differenzen sind Träger der räumlichen Authentizität eines Ereignisses

Sie entstehen im Ereignisraum
lange bevor ein Mikrofon sie aufzeichnet.


Und sie entstehen nicht im Hörraum.

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🔹 Die eigentliche Aufgabe von HiFi

HiFi muss nicht die Schallgeschwindigkeit „erhalten“.
Sie ist ohnehin konstant.


HiFi muss die
zeitliche Ordnung,

die im Ereignisraum durch diese Geschwindigkeit entstanden ist,

unverfälscht bis zu den Membranen übertragen.


Nur dann entstehen im Hörraum wieder jene Differenzen,

die unser Gehör als Raum interpretiert.



🔹 Der Denkfehler

Nicht die Geschwindigkeit selbst ist das Problem.
Sondern der Verlust ihrer strukturbildenden Wirkung.


Wird die im Ereignisraum entstandene Zeitstruktur unterwegs verändert,

entsteht zwar Klang –
aber nicht der ursprüngliche Raum, der das Echt ausmacht.




Übertragen wir das biophysikalische Prinzip auf die HiFi-Wiedergabe.

Hier zeigt sich ein strukturelles Problem:


Ein systematischer Vergleich zwischen natürlichem Hören
und technischer Wiedergabe
ist im HiFi-Diskurs nicht als verbindlicher Referenzstatus etabliert.


Natürliches, biophysikalisch geprägtes Hören
wird nicht als normale Grundlage definiert.


Zeitliche Integrität wird weder konsequent gemessen
noch als primäres Qualitätsmerkmal behandelt.


Der zentrale Parameter des räumlichen Hörens –
die zeitliche Ordnung des Schalls –
bleibt strukturell nachgeordnet.


Solange Zeit nicht als Bewertungsmaßstab definiert ist,
bleibt ihr Verlust offiziell kein Problem.
Und was nicht gemessen wird,
wird nicht systematisch korrigiert.




Die Konsequenz ist unvermeidlich.

Technische Wiedergabe fokussiert sich primär
auf den Direktschall und dessen klangliche Gestaltung.


Zeitlich spätere Anteile eines ursprünglichen Ereignisraums
werden nicht konsequent
auf ihre zeitliche Differenziertheit hin bewahrt.


Zeitliche Unterschiede werden reduziert, überlagert oder nivelliert.


Musikereignisse verlieren dadurch
Anteile ihrer zeitlichen Struktur
gegenüber ihrem natürlichen Vorbild.


Nicht, weil weniger Klang vorhanden wäre –
sondern weil weniger Zeitstruktur
die gesamte Wiedergabekette
bis zu den Lautsprechermembranen
und schließlich unsere Ohren erreicht.





Und genau hier liegt der Kern. 

Unser Gehör ist auf zeitlich differenzierten Schall ausgelegt.


Natürlicher Schall enthält stets 

zeitlich versetzte Anteile.


Wird diese Differenziertheit reduziert,

geht räumliche Differenzierbarkeit verloren.


Was bleibt ist die Wiedergabe.

Was fehlt ist Ergebnishaftigkeit.


Und nur deshalb empfinden wir selbst 

teuerstes Hifi oft als:


steril –
unverbunden

weniger wirklich


Intuitiv.


👉 → Wie das Hören funktioniert


→ Was ist Stereo wirklich?
→ Warum wir immer Vergangenheit hören
→ Warum HiFi oft beeindruckt – aber kaum räumlich wirkt
→ Wie man zeitliche Integrität bewahrt
→  Wie man die Holografie der Stereowiedergabe rettet



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