HiFi: Irrtümer, Mythen und Ausreden
Es geht weder um schöneres Hören,
noch um besseres Gefallen der Musik –
bei der Beurteilung einer HiFi-Anlage.
Sondern auf
möglichst richtige SCHALL-Wiederholung
kommt es an.
DAS,
...was die HiFi-Branche alles entwickelt, untersucht und misst,
– es mag sogar richtig und wichtig sein –
ABER:
Jede Theorie muss am Ende
auch in SCHALL umgesetzt werden.
Und das geschieht am Ende durch das
tatsächliche Impulsieren der Lautsprechermembranen.
DORT entscheidet sich maßgeblich,
welcher SCHALL unseren Ohren tatsächlich angeboten wird.
Denn
all diese beeindruckenden, wundersamen Theorien
können wir überhaupt nicht hören.
Sondern ERST
die tatsächlich erfolgte UMSETZUNG –
von zwei elektrischen Signalen zu SCHALL.
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Denksportaufgabe:
Man denke kurz darüber nach,
welche Auswirkungen es hat,
wenn die PÜNKTLICHKEIT des SCHALLS
bei der Wiedergabe verloren geht –
sodass
die ursprünglichen zeitlich-räumlichen Beziehungen
nicht mehr RICHTIG wahrnehmbar sind.
SCHALL
legt bei etwa 343 m/s zurück:
- in 1 Sekunde: 343 Meter
- in 1 Millisekunde: 34,3 Zentimeter
- in 100 Mikrosekunden: 34,3 Millimeter
- in 10 Mikrosekunden: gerade einmal 3,43 Millimeter!
Und bereits
Laufzeitunterschiede in dieser winzigen Größenordnung
nutzt unser Gehör zur räumlichen Wahrnehmung.
https://de.wikipedia.org/wiki/Laufzeitdifferenz
Ganz selbstverständlich.
INSTINKTIV!
Im Wald. Auf der Straße. Beim Konzert.
Ohne nachzudenken. Ohne Messgeräte.
Unsere ZWEI Ohren liefern dem Gehirn die zeitlichen Unterschiede,
aus denen es erkennt,
WO etwas geschieht.
Und ausgerechnet die HiFi & High-End-Branche
macht unsere instinktive Zeitwahrnehmung
nicht konsequent zum Maßstab ihrer Wiedergabe.
Bei Zeit denkt HiFi an Jitter – und vielleicht noch
an die Laufzeiten der Chassis im Hörraum.
Als würde die PÜNKTLICHKEIT des SCHALLS am Ursprungsort
keine entscheidende Rolle spielen!
Dabei geht es doch beim Musikhören darum,
den SCHALL tatsächlich vergangener EREIGNISSE
aus einem Konzertsaal
mit seinen ursprünglichen
zeitlichen Beziehungen und Amplituden
möglichst RICHTIG zu WIEDERholen.
Mit Membranen.
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Vier Einwände. Vier Antworten.
Und immer wieder dieselbe Erinnerung:
Am Ende werden zwei Stromsignale in SCHALL umgesetzt.
Konkret geht es am Ende immer nur darum,
dass der in Signalströmen gespeicherte ursprüngliche SCHALL
eines Raums mit Membranen
wieder richtig wahrnehmbar wiederholt wird –
... nur diesmal im Hörraum.
1. „HiFi kann doch gar nicht wirklich dynamisch,
räumlich und ECHT klingen!“
Ach nein? Warum eigentlich nicht?
Unsere ZWEI Ohren sind dieselben wie im Konzert, im Wald oder auf der Couch.
Und trotzdem bleibt die HiFi-Branche weit hinter dem zurück, was mit RICHTIGER SCHALL-WIEDERGABE möglich wäre.
[Weiter zu Einwand 1]
2. „Die räumlichen Informationen sind doch bereits auf der Aufnahme.
Was soll deine Anlage daran noch verbessern?“
Richtig. Aber unsere Ohren hören keine Aufnahme.
Sie empfangen SCHALL, der erst durch die Bewegungen der Lautsprechermembranen entsteht.
Und genau dabei entscheidet sich, was von den ursprünglichen Informationen tatsächlich wahrnehmbar wird.
[Weiter zu Einwand 2]
3. „Nur weil deine Anlage einen größeren Raum erzeugt,
muss die Wiedergabe doch nicht richtiger sein!“
Völlig richtig. Aber wer redet denn von künstlicher Vergrößerung?
Bei meinen Vorführungen suchen Besucher regelmäßig nach Surround-Lautsprechern.
Und finden keine! :-)
4. „Je teurer die HiFi-Geräte sind,
desto perfekter sind sie auch von den Ingenieuren der Hersteller
schon optimiert worden.
Da gibt es nichts mehr zu verbessern!“
Ach ja? Warum bitte sollte ein Auslieferungszustand das Ende der Physik bedeuten?
Auch das teuerste HiFi-Gerät arbeitet nicht zu 100 % RICHTIG.
Und unsere Ohren hören weder Marken noch Kaufpreise.
Sie empfangen SCHALL.